Im Rahmen des Pilot-Projektes “Sport im Park” des Arbeitskreises SIBA (Sport im besten Alter) haben wir an vier Terminen in den Sommerferien im Mohns Park Jûdô angeboten. Dass an den Terminen am 04., 08., 15. und 18. Juli von 38° C im Schatten bis frischen 17° C bei starker Bewölkung unterschiedlichste Witterungen herrschten, taten der Aktion keinen Abbruch. An allen vier Tagen herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre und über 80 Teilnehmende nutzen die unterschiedlichen Sportangebote.

  

 Unter Leitung von Carsten Stiller und André Genrich konnten die Teilnehmenden über 50 Jahren an allen Terminen jeweils auch eine Stunde lang in Jûdô mit dem Schwerpunkt Gesundheit- und Selbstverteidigung hineinschnuppern. Zunächst galt es dabei, Vorurteile abzubauen, dass Jûdô ein reiner Kinder- und Wettkampfsport und deshalb für Ältere ungeeignet sei. Deshalb boten Carsten Stiller und André Genrich ein Training, dass vollständig auf Jû-no-kata, der Form der Flexibilität, aufbaute. Jû-no-kata bietet ein ideales Neueinsteiger-Training im besten Alter, da diese Form unter Verzicht von Fallschule und Sparring wichtige Jûdô-Grundlagen vermittelt und zugleich den Körper stärkt und beweglicher macht. Es erfolgt eine Kräftigung der Rumpfmuskulatur in Kombination mit einer Mobilisation des Körpers. Außerdem wurde Jû-no-kata von Jûdô-Gründer Jigorô Kanô bewusst so konzipiert, dass sie an jedem Ort ohne Jûdô-Matten und in Alltagskleidung geübt werden kann.
 
So lernten die Teilnehmenden die anmutigen und geschmeidigen Bewegungen der Techniken Mune-oshi und Uchi-oroshi. Zu beiden Techniken erläuterten Carsten Stiller und André Genrich zudem auch die Selbstverteidigungsbezüge: das Lösen von Handgelenksumklammerungen und die Abwehr verschiedener Schlagangriffe standen auf dem Programm. Zum Abschluss durften die beiden GTV-Jûdôka noch reichlich Flyer verteilen. Vielleicht sehen wir ja demnächst auch einzelne Teilnehmende auf unserer Matte in der Gruppe Jûdô für “Eltern & Ältere” freitags von 18:00 bis 19:15 Uhr.