Am 3. Juni 2017 fand in Holland das 24. Heide Judo Turnier-Ede statt. An diesem Turnier nehmen regelmäßig rund 750 Kämpfer aus verschiedenen Nationen zum Kräftemessen teil.
Dieses Jahr haben sich auch drei Wettkämpfer aus unserem Gütersloher Turnverein ins Ausland begeben, um Erfahrung auf internationaler Ebene zu sammeln.

 

Zum Auftakt trat Raffael Eggert in einem Pool der Gewichtsklasse -81kg der Männer an. In jedem seiner Kämpfe demonstrierte er schönes Aktionsjudo und zeigte, dass unsere deutschen Judoka nicht zu unterschätzen sind. Er zeigte mehrere Ausführungen des Uchi-mata, einem inneren Schenkelwurf, und brachte seine Gegner in die Bodenlage, in welcher er Kontrolle über seine Mitstreiter beweisen konnte. Somit schaffte er es, die meisten seiner Kämpfe über die volle Kampfzeit auszukämpfen, musste jedoch Niederlagen durch Punkte einstecken. Nach einem anstrengenden Kampftag sicherte sich Raffael den vierten Platz.

 

 

 

Paul Sailer trat in einem Pool der Gewichtsklasse -73kg der Jungen U18 an, und musste sich ebenfalls einer Vielzahl an Gegnern stellen.

 

Seinen ersten Kampf kämpfte er über die volle Kampfzeit, in welcher er schöne Aktionen, wie seinen Ippon-Seio-Nage zeigte. Jedoch musste auch Paul eine Niederlage durch Punkte einstecken. Direkt in seinem zweiten Kampf landete er unglücklich auf dem Kopf ist. Dies hinterließ leider seine Spuren, hinderte ihn jedoch nicht daran, seine restlichen Kämpfe noch zu bestreiten. Auch Paul glänzte vor allem in der Bodenlage, in welcher er seine Gegner kontrollieren und teilweise in Würgegriffe bringen konnte. Dadurch zeigte Paul nicht nur, dass man einen Grüngurt nicht unterschätzen sollte, sondern erkämpfte sich auch den vierten Platz.

 

Phillip Ulrich musste sich in seiner Gewichtsklasse -81kg der Jungen U18 mit seinen Mitstreitern messen. Er stach schon mit seinem orangenen Gürtel (5. Kyu) zwischen seinen Kontrahenten mit braunem oder schwarzen Gürtel heraus. Jedoch zeigte auch er, dass man einen Kämpfer nicht anhand der Farbe seines Gürtels beurteilen sollte. Diese Erfahrung musste direkt sein erster Gegner machen, denn dieser wurde von Phillip gleich zwei mal in die Bodenlage gezwungen, wo Phillip ihn in einen Würgegriff nehmen konnte. Durch seine Angriffe gegen die gegnerische Defensivhaltung zwang er seinen Gegner zur Aufgabe und gewann somit seinen ersten Kampf außerhalb Deutschlands.

 

 

Auch in seinen darauffolgenden Kämpfen demonstrierte er seine Vorliebe für den Bodenkampf, musste sich jedoch im Stand der Erfahrung seiner Gegner beugen. Nichtsdestotrotz bewies Phillip Kampfgeist und machte es seinen Gegnern nicht leicht. Auch er erkämpfte sich wohlverdient den vierten Platz.

Schlussendlich ist zu sagen, dass der Kampftag für uns alle eine sehr schöne Erfahrung war. Der Umgang war sehr sportlich und respektvoll. Wir hatten die Möglichkeit uns mit Kämpfern aus anderen Nationen zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen und Bekanntschaften zu knüpfen. Auch die Organisation rund um das Turnier ist an dieser Stelle zu loben, denn nicht nur gab es weder Komplikationen noch unnötige Zeitverschwendungen, sondern war das Turnier ganz im Sinne des Sports. Von der Angrüßung bis zu den Siegerehrungen standen die Kämpfer und der Sportgeist in den Vordergrund, und organisatorische oder sprachliche Barrieren schien es nicht zu geben.

Wir würden dieses Turnier gerne auch in den kommenden Jahren besuchen, da es eine schöne Erfahrung war, die jeder, der Spaß am Kämpfen hat, machen sollte.