Am 10. November 2019 fand in Münster die alljährliche Westfaleneinzelmeisterschaft für die Judoka in der Altersgruppe U13 statt, und natürlich waren auch unsere gütersloher Sportler vertreten. Doch schon der Weg dahin birgte so seine Herausforderungen!

Daniel Nickel, Lisa Lotka und Damir Musalow haben sich zunächst auf Kreis-, und von da aus auf der Bezirksebene jeweils als würdig erweisen müssen, um sich überhaupt für die Westfalenmeisterschaft qualifizieren zu dürfen. Doch nach vielen Kämpfen ergatterten sie sich ihr Ticket nach Münster.

Damir Musalov machte in der Gewichtsklasse -29kg den Autftakt. Sein erster Kampf ging nahezu über die volle Kampfzeit, jedoch musste sich letztenendes seinem Gegner geschlagen geben. Damir nutzte diese Niederlage als Weckruf, und ging mit neu gewonnenem Elan in seinen nächsten Kampf. Damir gelang es, seinen Gegner im Griffkampf über zu dominieren, und konnte sich mit zwei Fußaußensichel den Sieg sichern. Auch in seinem nächsten Kampf ließ Damir seinem Gegner nicht eine Sekunde zum Atmen, ergatterte seinen zweiten Sieg zum Ende der Kampfzeit und sicherte sich im Trostrundenfinale eine Chance auf den dritten Platz. In diesem letzten Kampf stieß Damir auf ein bekanntes Gesicht, nämlich auf das seines Kontrahenten in seinem ersten Kampf. Wieder grenzte der Kampf am Zeitlimit, jedoch war ihm sein Gegner an Erfahrung voraus, was leider in einer Niederlage resultierte. Auf seiner ersten Westfalenmeisterschaft konnte sich Damir somit direkt den 5. Platz sichern, womit er so einige ins Staunen versetzte!

In der Gewichtsklasse -46kg musste sich Daniel Nickel mit den besten Kindern ŃRWs messen, und auch für ihn war dies eine Premiäre. Auch Daniel bot spannende Kämpfe und überzeugte durch seinen Griffkampf. Jedoch war auch er auf dem neuen sportlichen Niveau noch nicht in der Lage, sich einen Platz auf dem Treppchen zu sichern. Nichtsdestotrotz lies er sich in seinem Sportsgeist nicht entmutigen und gewann seine ersten Erfahrungen auf Landesebene!

Lisa Lotka verteidigte in der Gewichtsklasse -33kg die Ehre unserer weiblichen Jugend, und dies Tat sie mit Bravour. Auch für sie war es ihre erste Saison, und war in Sachen Gürtelrang und Wettkampferfahrung klar im Nachteil. Umso erstaunlicher waren die Leistung, die sie auf der Matte erbrachte. In ihrem ersten Kampf unterlag sie ihrer Gegnerin leider durch einen Fußaußenstopper. Dass sie ihren Kampfgeist jedoch dadurch  nicht verlor, zeigte sie eindeutig in ihrem nächsten Kampf. In diesem konnte sie ihre Kontrahäntin in kürzester Zeit mit einer Kombination von Techniken, die in einer “Körpersturz”-Technik mündeten, so werfen, dass sie sofort den Kampf für sich entscheiden konnte. Ihr nächster Kampf stellte sich jedoch als problematischer dar, da ihre Gegnerin sie mit einer Serie von Angriffen von eigenen Aktionen abhalten konnte. Sie blieb jedoch aufmerksam, und konnte ihre Kontrahäntin mit präzisem Timing auskontern, und sie somit selbst voll auf den Rücken werfen. Auch dies brachte ihr den Sieg, und folglich eine Chance auf das Treppchen im Trostrundenfinale. Beide Kämpferinnen schenkten sich nichts und setzten nacheinander Wurftechniken an, versuchten einander zu konntern und boten dem Puplikum einen spannungsgeladenen Kampf. Lisa gelang es, ihre Gegnerin zwei mal zu Boden zu werfen, konnte mit diesen Angriffen jedoch noch keine kampfentscheidenden Punkte für sich gewinnen, wodurch sich der Kampf über die volle Kampfzeit erstreckte. Zum Ende der Kampfzeit jedoch gelangen ihrer Kontrahäntin jedoch eben diese Angriffe, die ihr die entscheidenden Punkte brachten. Somit konnte auch Lisa sich in ihrer ersten Saison den 5. Platz auf der Landesebene sichern, und hat somit wiedermal bewiesen, dass der Gürtel lediglich den Anzug hält, und keineswegs Aussage über die Kampfkraft einer Wettkämpferin trifft!

Die Westfalenmeisterschaft zeichnet erneut das Ende einer Meisterschaftsserie, und dieses Jahr gingen drei junge gütersloher Judoka den ganzen Weg, und qualifierten sich Turnier für Turnier weiter. Sie alle waren neue Geichter in der Wettkampfszene unseres Nachwuchses, und sie alle demonstrierten starkes Judo auf der höchsten Ebene, auf welcher sie in ihrer Altergruppe kämpfen dürfen. Sie alle haben allen Grund stolz zu sein, und es ist schön zu sehen, wie eine neue Generation junger Wettkämpfer geboren wird! Drücken wir unserer neuen großen Kämpfern die Daumen und wünschen ihnen alles Gute, auf ihrem neuen Weg!