Am 22. April 2018 fand in Borgholzhausen das 12. Piumer Judoturnier statt, und - wie immer - waren die Judoka des Gütersloher Turnvereins zahlreich vertreten.

Alireza Ahmadi erkämpfte sich in der der Gewichtsklasse -66kg der Männer die Goldmedaille. In seinen Kämpfen zeigte er sowohl gelungene Ausführungen der großen Innensichel, als auch Verkettungen in die Bodenlage, wo er anschließend mittels Haltegriff gewann. Dadurch konnte er sich gegen seine durchaus erfahreneren Gegner durchsetzen.

Auch Mohammad Mossomi enttäuschte wieder einmal nicht, denn auch er konnte in seiner Klasse -90kg der Männer den ersten Platz ergattern. Mohammad konnte alle seine Kämpfe im Stand für sich entscheiden, wo auch er gelungene, einbeinige Techniken wie den Tani-otoshi und dem Hüftfeger Harai-goshi zeigte.

Fridon Ahmadi kämpfte in der Gewichtsklasse -73kg der Männer. Auch er hatte einen guten Start in den Wettkampf, denn in seinem ersten Kampf gelang es ihm, seinen Gegner mittels des Kingston-Würgers (Okuri-eri-jime) zur Aufgabe zu zwingen. Seinen zweiten Kampf verlor er jedoch, konnte sich aber trotzdem den zweiten Platz und somit die Silbermedaille sichern.

Alireza Jafary trat in der Gewichtsklasse -81kg der Männer an. Auch er zeigte schöne Kämpfe und machte es seinen Gegnern schwer. Damit konnte auch er sich auf‘s Treppchen kämpfen, und nahm den dritten Platz und somit die Bronzemedaille mit nach Hause.

Paul Sailer kämpfte in der Klasse -81kg der Männer U18, und war in Topform. Seine Kämpfe dominierte er von der ersten Sekunde an und war in der Lage, seine Gegner in seinen Lieblingsgriff zu bekommen, für sich günstig zu bewegen, mit einem Wurf in die Bodenlage zu zwingen, wo er schließlich seine Kämpfe mit Haltegriffen beenden konnte. Er demonstrierte ein Judo, welches sehr von Kontrolle geprägt war, und ergatterte somit die Goldmedaille.

Julius Geismann trat in der Gewichtsklasse -66kg der Männer U18 an, wo auch er sich den zweiten Platz ergattern konnte. Es gelang ihm, nach einem eher trägen Turnierstart, alle darauffolgenden Kämpfe als Sieger zu beenden. In seinem ersten Kampf wurde Julius von seinem Kontrahenten in kürzester Zeit geworfen, wodurch er diesen unmittelbar verlor. Aber wahrscheinlich war es dieser Weckruf, den er gebraucht hatte, denn dann ging das Turnier für ihn erst los. In seinen darauffolgenden Kämpfen zeigte er sowohl, dass er seinen Kampf schon im Stand beenden kann mittels Würfen wie Tai-otoshi und Ashi-uchi-mata, als auch in der Bodenlage mittels des Kingston-Würgers. Damit hat er sich seine Silbermedaille redlich verdient.

Auch Emily Niehaus hat in der Gewichtsklasse -48kg der Frauen U18 gezeigt, dass der Gürtel nur den Anzug hält und dessen Farbe nichts über den Furor einer Kämpferin im Wettkampf aussagt. In ihren beiden Kämpfen schaffte sie es, ihre Kontrahentin mittels Würfen in die Bodenlage zu zwingen, in welcher sie schon in der Vergangenheit ihre Stärken gezeigt hatte. In der Bodenlage angekommen konnte sie ihre Kämpfe mit Kesa-gatame, dem Schärpenhaltegriff, für sich zu entscheiden. Somit brachte auch sie eine Goldmedaille mit nach Hause.